Grenzen

18. März 2014 Uncategorized

Was ist das für ein gemeinsames Karma, dass man sich begegnet und sich nicht wirklich gut tut, nicht wirklich nützt, sondern nur immer Grenzen aufzeigt, Schmerzensgrenzen, Lustgrenzen, Schnitte im eigenen Fleisch, wenn kein Ich mehr vorhanden ist, nur noch Verletzung der eigenen Grenzen und man sich nicht verlieren kann in diesen doch in Wahrheit sehr nahen Gefilden. Wenn du verloren gehst in deiner eigenen Wüste, deinen Bedürfnissen nach Nähe, die nie erfüllt wurden, nicht einmal von dir selbst. Wenn da nichts war als Schmerz in den Worten, die auf dich einprasselten und wenn du etwas sagtest, antwortete dein Gegenüber nicht – er war gar nicht anwesend, nur in seinem eigenen Film und versuchte sich darzustellen mit seinen ihm wichtigen Bedürfnissen, die nur seine eigenen alten Erfahrungen und Verletzungen wiederspiegeln und wiederholen. Und jetzt ist es für ihn wichtig, dass er ganz bei sich ist und kein Opfer und jetzt hörst du ihm zu und du merkst, er redet eh die ganze Zeit nur von sich selbst und seinen unbefriedigten Bedürfnissen, seinem verletzten Stolz, seiner stoischen Art, die gar keine ist, sondern nur eine ungeduldige, fordernde und verletzende Weise zu sein. Was dir fehlt ist die Präsenz, das Aufgehen im Jetzt und im Anderen. Das ist es, was du dir wünscht, kein Verschmelzen, sondern ein Miteinander, in dem man sich wiederfinden kann im Anderen, wenn man sich selbst so ganz und gar verloren geht.

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