10. März 2014 Uncategorized

Ich befinde mich in einer sonderbaren Mischung aus Trost und Aufruhr. Momentweise weiß ich nicht mehr, welche inneren Absichten ich verfolge, ich weiß nicht einmal, ob ich innere Absichten überhaupt noch habe. Lange bevor man tot ist, duchlebt man Phasen der Tödlichkeit. Was man dabei erlebt, erzählt man nicht gerne, es ähnelt dem Herangeschobenwerden eines Krankenbettes an eine Wand. Ich verlasse die Küche und das Küchenfenster, gehe hinüber ins Schlafzimmer und lege mich ins Bett, Ich lösche das Licht, ich will schlafen, aber der Schlaf kommt nicht.

Wilhelm Genazino “Das Glück in glücksfernen Zeiten”

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