Schweigen

20. Mai 2014 Uncategorized

Jetzt steht wieder ein Umzug an – raus aus der ländlichen Stille, die nur unterbrochen wird von Rasen mähenden Nachbarn oder dem Bauern, der das wunderbar duftende frisch gemähte Gras wendet. Jetzt geht es wieder rein in die Großstadt, in ein Zimmer mit Blick auf eine vielbefahrene Straße. Aber was stört mich der Lärm dieser provinziellen Metropole angesichts der Tatsache, dass ich mit meinen naiven Vorstellungen vom Zusammenleben in einer Haus-WG komplett gescheitert bin.
Nicht dass es Streit gegeben hätte – da waren keine Dissonanzen im Raum – wo nichts aufeinanderprallt, kann auch nichts zu klingen beginnen, ob harmonisch oder schrill. Da war nichts – und das deprimiert mich noch viel mehr als Auseinandersetzungen um die Wäsche oder das Essen oder was es da alles gibt an Möglichkeiten sich zu zanken.
Da traf nur Schweigen auf einen Menschen, der reden muss, um nicht zu verhungern.
Und zwischendrin hatte ich mich schon gewundert, warum ich mich nie satt fühle und weshalb ich so friere. Aber von dieser Art Hunger hatte ich noch nie gehört.

Neueste Beiträge

Kategorien

Archiv