Tod

Genazino

28. März 2014 Uncategorized

Ich las in einem Roman von Wilhelm Genazino über das Leben eines Angestellten, der sich seinem Therapeuten gegenüber äußert und von seinem Vater erzählt. Dieses Bild war derart präzise gezeichnet, daß ich die Schublade, das Lineal und das alte hart gewordene Radiergummi geradezu riechen konnte – und ebenso die Verzweiflung meines eigenen Vaters, die im Laufe der Jahre, die er sitzend an seinem Schreibtisch im Wohnzimmer verbracht hatte, in stille Stumpfheit übergegangen war. Wie er peinlich genau die Packung mitmehr …

Trauer, Schnee und Stille

24. Mai 2013 Uncategorized

Ich war heute Morgen nach langer Zeit mal wieder unten in der Wohnung meines Vaters. Es ist sein Haus, in dem ich jetzt noch lebe – er selber starb vor einem Jahr. Es ist alles noch genau so wie an dem Tag, an dem ihn die Rettungssanitäter ins Krankenhaus gebracht haben. Exakt vor einem Jahr ist er gestorben und ich war zu der Zeit in Tübingen, einer Freundin beim Umzug helfen. Als ich aufstand, hatte ich einen Anruf auf demmehr …

Gedanken anlässlich C.s Beerdigung

10. Januar 2013 Uncategorized

Letzten Freitag war C.s Beerdigung, zu der ich nicht gegangen bin, weil ich keinen Bock hatte. Warum sollte ich einem Kadaver die letzte Ehre erweisen?Das hört sich vielleicht verächtlich an, aber was da in die Erde kam, hatten die meisten sich im letzten Jahr, während C. im Hospiz war, nicht anschauen wollen. Jetzt am Grab zu stehen und zu trauern, hätte mich wahrscheinlich zum Kotzen gebracht. Da ich aber wusste, dass man nach mir fragen würde, weil bekannt war, dassmehr …

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