Wer redet davon wieviel Streit die Liebe verträgt?

12. März 2014 Uncategorized

Reden wir doch endlich einmal davon wieviel Liebe der Streit erduldet, wie viele Streicheleinheiten und Sanftheiten dieser chaotische Rebell zu ertragen vermag.
Wen kümmert es schon, dass der heilige Zorn, der kleine aber gefährliche und oft unterschätzte Bruder des Streits nicht auch ab und an einen solchen Hals hat, dass er seine Schwester zur Hilfe ruft, die ohnmächtige Wut, die dann wieder wie eine Rakete abgeht und oft nicht nur den Knatsch als Waffe rausholt, manchmal muss es auch ein richitger Zoff sein.
Dann kommt wieder die Kontroverse angeeiert mit ihrer halbgaren Verstimmung – alles Taktik sage ich nur, der geht es doch auch eigentlich nur ums Gekabbel, ums Hickhack – nen anständiges Scharmützel kommt da eh nicht bei rum, die liegt höchstens mit der Querele im Clinch.
Und da soll noch Raum sein für die Liebe, diese Warmduscherin vor dem Herrn?
Mit ihrer befremdenden Art von Zuneigung, diesem kleinen Hündchen an der Leine, das auch nur dem Wohlwollen hinterhechelt und vor der kleinsten Meinungsverschiedenheit den Schwanz einzieht?
Die Liebe und der Streit scheinen mir überhaupt eher ungesellig zu sein, als Paar sind sie kaum zu ertragen. Man stelle sich nur mal die Zuneigung vor, wie sie sich dem Zerwürfnis nähert. Auf leisen Sohlen, stark verschwitzt und ohne den notwendigen Elan, der vielleicht sowas wie Sympathie entstehen lassen würde, und dann kommen die ersten Missverständnisse, die Fehleinschätzungen und zum Schluss der Trugschluss – und dann ist sowieso Schluss und alle kauen nur noch an ihren Zankäpfeln.

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