Rezension zu „Der letzte Satz“ von Robert Seethaler

16. August 2020 Rezensionen

Heiß erwartet – nun endlich in der Post. Seit dem Roman „Der Trafikant“ bin ich ein ausgesprochener Fan von Robert Seethaler.
Seine Romane sind ebenso genial komponiert wie die Sinfonien von Gustav Mahler, um den es hier geht. Der Protagonist ist dieses Mal ein berühmter Komponist und Dirigent, der um die ihm verbleibende kurze Zeit weiß und der sich nicht mehr der Liebe seiner vergötterten Frau sicher ist. Sie, die sich mit einem Baumeister eingelassen hat, ist seiner genialen Allüren überdrüssig und setzt ihren gesundheitlich schwer angeschlagenen Ehemann unter Druck, während das Publikum den bahnbrechenden Musiker liebt.
Und dieser reflektiert ein bisserl lahm über die Kunst und das Leben. Was mir eindeutig fehlt, ist ein Handlungsstrang, der mich mit sich zieht.
Seethalers Sprache ist schön, aber nicht so schön, dass sie mich über den mangelnden Inhalt hinwegtröstet.

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