Rezension zu „Kalmann“ von Joachim B. Schmidt

31. August 2020 Rezensionen

Ein Schweizer Autor in Norwegen – was schreibt der wohl?
Joachim B. Schmidt schreibt über einen Außenseiter, der in ziemlicher Naivität in chaotische Verwicklungen hineingerät.
Kalmann, ein geistig etwas zurückgebliebener, aber keineswegs dummer junger Mann, der mehr oder weniger in seiner kleinen Welt zurückgezogen lebt, findet eine Blutlache. Als Norwegens bester Gammelhaiproduzent und ebenso begabter Beobachter spielt er eine bemerkenswerte Rolle in diesem Krimi, der ebensogut eine durchdachte Charakterstudie ist.
Der Stil des Buches – da aus der Perspektive Kalmanns geschrieben – ist einfach, aber nicht ohne Reiz. Ich musste mich erst an diesen etwas dümmlich wirkenden Protagonisten gewöhnen, zumal er nicht unbedingt ein wirklich liebenswerter Zeitgenosse ist. Er neigt zu herben Gewaltausbrüchen und sein Frauenbild ist vorsintflutlich. Aber seine Sicht auf die Welt ist durchaus erfrischend.

Kategorien

Archiv